October 17, 2006

17. Oktober: Große Sandhüpfer – kleine Fische

Posted in Tagesberichte at 7:31 pm by Ankaa

Heute hatte ich mein erstes Biopraktikum und aufgrund der Möglichkeiten des Blackboards, wusste ich schon in etwa, was mich erwartet. Als ich im SOS-Labor ankam, habe ich mir erst mal noch ein Lab-Notizbuch gekauft, da nur genau dieses eine akzeptiert wird (kann man sich drüber aufregen, muss man aber wohl akzeptieren). Und dann ging es los! Fünf Stunden, Vier Tiere, eine Aufgabe: Beschriftete Zeichnungen anfertigen.

Angefangen haben wir mit einer Makrele. Niedliches Tierchen, schon drei Wochen tot. Rosa und Sarah haben ihrer jeweils erst mal einen Namen gegeben… Da habe ich gemerkt, es ist gar nicht so einfach einen Fisch zu zeichnen. Der gezeichnete Kopf „meiner“ Makrele sah nämlich ständig aus wie der einer Moräne. Aber irgendwie habe ich es dann hinbekommen – auch wenn ich eigentlich etwas zulange dafür gebraucht habe – und konnte mich Teil b) widmen, das Tierchen aufschneiden und die Innereien Untersuchen. Uns wurde immer wieder erzählt, dass wir ja Biologen sind und deshalb nicht schüchtern sein sollen und und alles genau ankucken sollen, vorher vorm Aufschneiden und auch hinterher. Das war eine Sauerei. Und dann sollten wir die inneren Organe auch noch zeichnen, was gar nicht so einfach ist weil ich war ja schon froh wenn ich bei dem echten Fisch gewusst hab, was was ist. Aber so richtig unterscheiden konnte man es nicht…

Das zweite Tier war ein Flohkrebs (oder auch Sandhüpfer), den wir uns unter dem Mikroskop angeschaut haben und dann auch zeichnen sollten. Denkt man, die Makrele war schon schwer (verglichen mit Spaltöffnungszellen), dann war dies eine große Herausforderung. Denn der Flohkrebs (sieht ein bisschen aus wie ein sehr kleiner Shrimp) war erstens einfarbig und deshalb einzelne Teile sehr schwer zu erkennen und zweitens hatte der einfach sehr viele „Einzelteile“ die man zeichnen musste, Beine, Fühler und was weiß ich alles.

Zwischendurch hatten wir dann eine Stunde Mittagspause. Wir haben uns dann auf die Suche nach „Fish&Chips“ gemacht und obwohl es hieß, es gäbe mehrere im Ort, haben wir trotz ausführlicher Suche nur einen gefunden. Dementsprechend voll war es auch!

Anschließend ging es dann weiter, diesmal mit einem Stückchen Alge, welches wir unter dem Mikroskop begutachten und die Algenbewohner anschauen sollten. Auf meinem Algenstück war nicht allzu viel los, aber ich hatte Röhrenwürmer, die sich auch immer mal aus ihrer Röhre rausgetraut haben. Natürlich durften wir auch dies wieder zeichnen. Den Abschluss bildete dann ein Schnitt durch einen Wurm, von dem eine Mikroskopische Zeichnung angefertigt werden sollte. Dies war äußerst schwer und nicht mit Spaltöffnungen zu vergleichen, da es sehr sehr viele „Einzelteile“ zu zeichnen gab.

Als dann die insgesamt 6 Stunden rum waren, war ich total geschafft. Zwischendurch hatte ich mich noch ein bisschen Smalltalk mit dem Praktikumsleiter geführt und er versicherte mir, dass es nicht mit der (übertriebenen) Akkuratesse Deutschlands zu vergleichen sei und es darum geht, gute Skizzen(!) und eine ausführliche Notizensammlung zu den Tieren zu erarbeiten und nicht einen Zeichenkurs zu besuchen.

Mittlerweile hatte es auch stark zu regnen begonnen und so kam ich nicht trocken beim Bus und schließlich in der Unterkunft an. Dies war aber egal, da ich mir ja sofort trockene Sachen anziehen und den Tag ruhig – weil nicht mehr groß aufnahmefähig – ausklingen lassen konnte.

Meine Makrele:

Mein Sandhüpfer:

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3 Comments »

  1. Ankaa said,

    So, ich hab jetzt auch noch den Flohkrebs hinzu gefügt. Es sei vermerkt, dass die beiden Zeichnungen noch nicht fertig ausgearbeitet sind (merkt man vor allem beim zweiten) und demzufolge noch teilweise sehr skizzenhafte Linienführung vorhanden ist. Das werd ich noch nachbearbeiten…irgendwann vor Abgabe.

    Ach und die Qualität der Bilder ist zu entschuldigen. Es handelt sich nur um Photos von ziemlich dünnen Bleistiftzeichnungen und etwas verdunkelt im PS.

    Interesse an weiteren Zeichnungen?

  2. Mara said,

    Ja.

    Das sieht ganz schön kompliziert aus. Mußtest Du vorher eine Eignungsprüfung fürs Zeichnen ablegen?

  3. Ankaa said,

    Zwei Jahre Bio-Leistungskurs mit einwöchigem Praktikum und viele Jahre schlechte Kunstlehrer haben anscheinend gereicht.

    Die folgenden Zeichnungen sind unfertig und noch nicht beschriftet.
    Schnitt durch einen Wurm
    Röhre eines Röhrenwurms mit Tentakeln, lebt auf Algen


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