October 11, 2006

11. Oktober: Ganz viel Felsen

Posted in Tagesberichte at 10:27 am by Ankaa

Heute sollte also mein erster „Fieldtrip“ stattfinden. War es die letzten Tage wettertechnisch sehr schön gewesen, so hatte das Wetter natürlich beschlossen ausgerechnet heute zu regnen. Als ich früh aus dem Fenster schaute goss es extremst und die Blickreichweite war nicht sehr weit. Meine Hoffnung bestand darin, dass es bis frühen Nachmittag aufhört…

Wieder einmal hatte ich jedoch Glück und habe den Vorteil genossen, in die Nachmittagsgruppe eingeteilt worden zu sein: es hatte tatsächlich aufgehört zu regnen und im Laufe der Zeit kam sogar die Sonne durch! So wurden also am frühen Nachmittag 2 Doppelstockbusse voll mit Studenten zur Red Wharf Bay auf Anglesesy gekarrt, dort ausgeladen und schließlich in mehre kleine Gruppen mit etwa 15 Studenten eingeteilt. Jeder wurde ein Betreuer zugeteilt und schon ging es los mit unserer Exkursion. Da genau zu dem Zeitpunkt gerade Flut und diese auch noch außergewöhnlich hoch war, konnten wir nicht die eigentliche Route entlag der Küste gehen sondern mussten außen rum. Wir erfuhren bei dem Feldtrip dann von unserem Betreuer verschiedene Dinge darüber, wie es wohl vor mehreren Millionen Jahren hier ausgesehen haben mag, lernten mehrere Sichtbare Steine/Felsen in relative Zeiten einzuordnen und bemerkten Meeresspiegelschwankungen. Es war sehr interessant, die gelernte Theorie mal in der Praxis zu sehen…denn nur so kann man sich wirklich gut vorstellen. Und ich wusste auch noch was auf seine Fragen beizutragen. Schließlich wusste ich, dass Alfred Wegener für die Theorie der Kontinentaldrift verantwortlich war und sogar auch noch (welch Wunder) Deutscher war!

Am Abend war ich dann Klettern. Dafür hatten meine Eltern und ich früh noch Kletterschuhe gekauft, denn meine letzten waren schon vor 4 Jahren zu klein! Es ging an die große Kletterwand in der Nähe und Mama und Papa wollte zuschauen fahren. Die Kletterwand zu finden war gar nicht so einfach, denn sie ist wortwörtlich „irgendwo im nirgendwo“! Aber als ich dann endlich die Leute dort davon überzeugt habe, dass ich klettern KANN (indem ich ihre Frage, wie ich sichern gelernt hätte, beantworten konnte) und Mitglied an der Kletterwand wurde (ziemlich teuren Eintritt muss ich trotzdem jedes Mal bezahlen, aber sonst hätte ich einen 3-wöchigen Einführungskurs machen müssen), war ich von der Größe und Vielfalt der Kletterhalle sehr überrascht. Ich hatte auf der Herfahrt schon Rachel kennen gelernt und so kletterten wir dann die ganze Zeit zusammen, immer abwechselnd sichern und klettern. Zweimal bin ich auch vorgestiegen, da man an der Wand – mal abgesehen von den 3, 4 Seilen die von der Halle aus schon hängen – immer sein eigenes Seil braucht und sich selber vorsteigen muss. Arme Anke. Aber ich habe es ja irgendwie gemeistert, die zwei Wege waren noch nicht sooo schwer und es gab genügend Expresschlingen! Insgesamt war es in der Halle sehr sehr voll, aber man musste erstaunlicherweise trotzdem nie warten. Auch gibt es einen sehr großen und ausgeprägten Boulder-Bereich. Alles in allem hat es mir sehr gut gefallen und sehr viel Spaß gemacht, endlich mal wieder zu klettern und habe anscheinend noch nicht alles verlernt. Ich werde sicher öfter mal mit in die Halle fahren…

 

Link zur Kletterwand

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