September 30, 2006

30. September: Auf dem Dach von Wales

Posted in Tagesberichte at 10:45 pm by Ankaa

Anke war heute freiwillig wandern (das kommt dieses Jahr auffallend häufig vor). Aber dass ich nun schon auf dem höchsten Berg von Wales war find ich eine starke Leistung dafür, dass ich erst eine Woche hier bin. Heute hat der University Mountain Walking Club (UMWC) mehrere Touren auf und um den Snowdon (1085m) angeboten. Da ich noch keine Wanderschuhe dabei habe, blieb mir nur in die Gruppe „Easy II“ zu gehen, da „Easy III“ auch Offroad-Wege ging und Medium und Hard sowieso ausschieden. Die Wanderung führte also auf einem relativ breiten Schotter-Gehweg von Llanberis aus Richtung Gipfel. Wer jetzt aber denkt, es wäre total „easy“ gewesen dem seien die Worte unseres Guides Stevo gesagt: „Wir wandern auf einen Berg und es gibt keine einfachen Wege auf einen Berg. Dies ist DER einfachste.“ Wir waren eine sehr große Gruppe von (mit 4 Betreuern) 30 Leuten. Auch die Geschwindigkeiten variierten sehr stark (GTW-mäßig), weshalb immer wieder Pausen eingelegt werden mussten. Ansonsten ging es etwa 6 Meilen immer bergauf. Kurz vor dem Gipfel verschwand der Weg – und schließlich wir – dann in Wolken, weshalb man von oben leider keinen sehr guten Blick hatte. Also muss ich Stevo einfach glauben, dass man bei schönen Wetter sogar bis Irland schauen kann. Auf dem Runterweg habe ich dann trotzdem noch Meer gesehen. Der Rückweg war steiler und steiniger. Und zu allem Überfluss fing es kurz vor dem Ziel dann doch noch an zu regnen. Glücklicherweise hatten die Betreuer ein paar Regenjacken als Reserve dabei. Die übergroße Jacke reichte dann sogar noch dafür, meine Kamera vor der Nässe zu schützen. Ansonsten bleibt zu sagen, dass die Lanschaft wirklich wahnsinnig schön und total anders ist! Das Wetter war richtig interessant (wir dachten schon ziemlich bald „gleich regnet’s“). Und gestürmt hat es, ich musste echt aufpassen nicht wegzufliegen.

Insgesamt sind wir heute 16km (10m) gewandert. Das klingt erst mal nicht viel. Man sollte aber bedenken, dass wir dabei je gute 1000 Höhenmeter überwunden haben. Wie ich finde eine beachtliche Leistung! Zumal in Turnschuhen!

Wer mal hier in der Gegend ist, dem kann ich im Snowdonia wandern nur empfehlen! Man muss ja nicht unbedingt den „einfachsten“ Weg zum Snowdon hochgehen, es gibt auch noch ganz viele andere Wandermöglichkeiten…

Und ich konnte meine Wolkenstudie weiter vorantreiben 😉

Achja…hier soll es Leute geben die rennen die Berge hoch und runter. Wär das nicht mal was für Marcus?

 

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15 Comments »

  1. Wiebke said,

    Da muss ich doch jetzt mal glatt deine Comments-Statistik bissl aufpeppen ;-).
    Das mit den leuten die die Berge hoch und runter rennen stand übrigens in meinem Englischbuch (und ich glaub das hat Zeiss auch verwendet *stänker*): weil denen die Berge nich hoch genug sind, is das ein Parcour (wie schreibt man das???) aus drei Bergen, unter anderem dem Snowdon. Die starten dann alle irgendwo und laufen die Route ab und am Ende gehts drum a) wers überhaupt schafft und b) wer als erster im Ziel is. Sowas kennen wir ja auch aus Jena :-P.
    Ansonsten noch: Hübsche Fotos 🙂
    Aber du musst mal deine großen Zs kontrollieren: Dahinter ist jedesmal (?) … zumindest zweimal in dem Eintrag ein komischer Zeilenumbruch 😉
    Grüße,
    Wiebke

  2. Tanja said,

    Die Bilder sind wunderschön. Sieht ein bisschen so aus, wie der Carauntoohill in Irland. Irgendwelche Berge oder Natur sind hier meilenweit entfernt 😦 Dafür kann ich jeden Tag 2h durch London laufen und haben in einem Jahr wahrscheinlich noch nicht alles gesehen 😉

    _\\// Tanja

  3. Conny said,

    haha, der letzte satz XD

    schöne fotos! =)

  4. Ankaa said,

    @Wiebke: xiexie! Du warst somit zweite! ^^ In welchem Englisch-Buch, das im Kurs oder das aus der 7. oder 8. Klasse oder in welcher auch immer wir damals Wales behandelt haben?
    Naja das was du meinst ist aber ein Wettkampf oder so? Ne wir haben einige gehabt die sind halt einfach mal eben den Berg hochgejoggt, so aus Spaß an der Freude…wandern wäre ja zu langweilig…
    Danke für den Hinweis mit den Zs! Und was die Fotos angeht…ist wiedermal nur eine kleine Auswahl *g*

    @Tanja: Bin ich froh nicht in London zu sein! Aber sieh es so…dafür hast du halt auch mal große Geschäfte..und tolle Museen…und viel zu tun (okay, das hab ich hier auch, aber halt anders)…und die Läden machen nicht schon um 5 zu!!!

    @Conny: 😆 ich erklär’s dir 😆 und danke 🙂

  5. Ankaa said,

    Achja ich wollt zu der “schönen Landschaft” nochmal was sagen bzw. zeigen:

    Klick
    Klick nochmal

  6. Karsten said,

    Nun ich auch noch zu diesem “Wettkampf”, also ganz so einfach gehts halt doch nicht, denn das Ziel sind schon 3 Berge und zwar jeweils der höchste von Schottland, England und Wales (hier hat Snowdon halt Glück gehabt) und zwar das ganze in 24 Stunden !!!!

    Nachzulesen bei Wikipedia ( oder nur einfach beim Googeln Snowdon eingeben)

    Gruesse Vati

  7. Ankaa said,

    Wieso versteht mich keiner? Die sind ganz normal gerannt, so wie Mama jeden Tag…nur dass die halt nicht die Horizontale lang rennen sondern den Berg einmal hoch und runter. Das haben wir auch einmal in Österreich gesehen, aber hier machen das halt erstaunlich viele…

    Wollte Mama nicht immer Berge rennen üben? 😉

    Ob die dann bei diesem Wettkampf mitmachen ist doch egal…kann gut sein. Die machen das jedenfalls als Freizeitgestaltung!

    Müssen die eigentlich in den 24h auch den Weg zwischen den Bergen zurücklegen? Das wäre nämlich ohne beamen ganz schön happig!

  8. Karsten said,

    Ja Anke, die muessen, ich denke dass ist auch dass Problem, nun weiß ich auch nicht, wie weit die anderen Berge in der Pampa liegen!?!?!

    Vati

  9. Mara said,

    Also auf dem Ben Nevis (höchster Berg Schottlands) waren wir auch schon. Der ist bei Fort William am westlichen Ende des Great Glen. Eigentlich erinnere ich mich ziemlich ungern daran, weil ich zwei Tage lang so schlimmen Muskelkater hatte, daß ich mich kaum bewegen konnte. Für uns hat der Aufstieg ungefähr vier Stunden gedauert. Den Abstieg haben einige Leute beschleunigt, indem sie auf Mülltüten den Schnee runtergerutscht sind.
    Was ist denn eigentlich der höchste Berg von England?

  10. Ankaa said,

    Also jetzt noch einmal ein paar Infos zu dem Wettkampf:

    Das Ding nennt sich “National Three Peaks Challenge” und wie Papa schon gesagt hat, ist das Ziel innerhalb von 24h auf drei Berge hoch zu kommen. Ein richtiger “Wettkampf” mit irgendeiner Form von Organisation oder Preisen oder whatever ist dies allerdings nicht!

    höchster Berg Wales: Snowdon – 1085 m
    höchster Berg Schottland: Ben Nevis – 1344m
    höchster Berg Englands: Scafell Pike – 978 m

    Und die sind soweit auseinander: Karte

    Auf den Snowdon kommt man mit entsprechender Ausdauer in max.1.5h hoch würde ich sagen, eher weniger viel weniger und runter geht schnell. Der Weg ist wie gesagt in Ordnung, okay zwischendurch sehr grobschotterig und demzufolge schwer zu rennen, aber nicht die gesamte Zeit. Und den Ben Nevis hat William Swan 1895 hoch und runter in 2 Stunden 41 geschafft. Wie die allerdings die Strecken zwischen den Bergen so schnell zurücklegen weiß ich nicht. Allerdings rasen die Briten auch ganz schön… 😉

    Die “National Three Peaks Challenge” wurde bereits in 15h bewältigt wovon 10h Fahrt waren!

    Manche weiten den “National Three Peaks Challenge” auch noch auf Nordirland und sogar Irland aus und nutzen für die Überquerung des kleinen Teiches Helikopter (nein wie Jesus über Wasser gehen können sie dann doch noch nicht). Das wurde in 20h geschafft.

    Was ich noch nicht verstanden habe, ob die nun die Berge rauf “rennen” oder “wandern”…

    Jedenfalls gibt es auf den Ben Nevis noch jährlich das “Ben Race”, wo die Leute auch aus Spaß den Berg hoch und runter rennen. Und es gibt von dieser Sorte Wettkampf noch mehr auf der Insel (z.B. Yorkshire ~) …die spinnen die Briten!

    Achja: interessant und nett wer hier alles mitliest *wink* 🙂

  11. Karsten said,

    Womit du evtl. völlig recht hast mit …die spinnen…,
    Wie sind die Walser ,Wal)l)isier, Walliesenen oder wie auch immer dazu eingestellt? In Deutschland solls ja auch Preußen (jetzt bitte keine Namen), Sachsen , Thüringer, Franken und diverse andere Randvölker (damit ist der Rest gemeint, keiner geht verlohren)geben, die eine oder andere Macke haben. aber dass die spinnen…???
    Anderseits muss man darüber nochmal nachdenken; denn eigentlich können die Britten gar nicht so richtig spinnen, denn ihre Südspitze (ohne die Kollonien, haben die noch irgendwo welche ?) liegt koordinatenmäßig zwischen Bamberg und Nürnberg, also deutlich nördlich des Weißwurst-Äquators,
    was natürlich sofort im mathematischen Umkehrschluß diverse Gedanken auf Hrn. Stoi…. zuläßt.

    Viel Spaß beim diskutieren!!

  12. Conny said,

    anke, ich glaube du brauchst mir diesbezüglich nichts mehr zu erklären 😆

  13. Johannes said,

    Mal was zum Artikel selbst:
    Die Fotos sind teilweise echt geil – die Belichtung ist hier und da noch verbesserungswürdig, aber sonst echt cool.

    Ich freu mich auf weitere Wolken (die photographier ich auch immer gerne, aber mittlerweile hab ich schon viel zu viele von denen .. 😉 )

    Und sonst:
    LASST DIE ARMEN LEUTE DOCH EINFACH WANDERN (oder rennen oder wie auch immer) WOHIN SIE MOEGEN! – die wollen auch nur ihren Spaß haben!

  14. Ankaa said,

    Ach Jo! Gaaaanz ruhig. Wir lassen sie doch. Ich finde es nur äußerst interessant, dass es Leute gibt die sowas machen. Allein bei der Vorstellung daran tut mir alles weh! Weißt doch, Anke der Wandermuffel! Und wir wollten doch alle unsere Allgemeinbildung verbessern und jetzt kennen wir immerhin die höchsten Berge hier und wissen, was wir tun können, wenn wir mal zuviel Langeweile haben 😛

    Schön, dass dir die Fotos gefallen. Und was die Belichtung angeht: es war teilweise ziemlich grau und gleichzeitig sonnig und bei Automatik sind die Bilder viel zu hell geworden und man hat überhaupt keine Strukturen (oder Wolken) gesehen. Aber gerade die wollte ich ja fotografieren! Und teilweise war es/der Himmel auch echt so dunkel!

    Und ansonsten: primär bin ich GEWANDERT. Da bleibt nicht viel Zeit für Motiv auswählen, Kamera einstellen, knipsen. Es sei denn man will ständig den Anschluss verlieren (okay wäre mir in dem Fall nicht passiert) oder alle aufhalten. Und ich wollte mich auch nicht aufs Photographieren konzentrieren sondern aufs wandern. Betrachte es als Schnappschüsse.

    Und es kommen weitere Wolken. Ich liebe Wolken photographieren. Aber dann in der Wolkenstudie!

  15. Julie said,

    Huhu du 🙂

    Ich steuere noch einen Wanderwettbewerb bei, der ist aber in Norwegen 😉 Da gehts nämlich nicht um 3 Berge, sondern um 7 (!) Berge, das findet jedes Jahr statt, alle 7 Berge rund um die Stadt Bergen hoch und runter laufen. Brr, nee danke 😉

    Liebe Grüße

    Julie


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